Flöhe beim Hund

Einen Floh hat man sich als Hund schnell eingefangen: Eine Runde Spielen mit einem befallenen Artgenossen reicht aus. Um einen echten Hundefloh handelt es sich dabei allerdings eher selten; wahrscheinlicher ist, dass der Hund von Katzenflöhen befallen wurde, die weitaus häufiger vorkommen und in der Wahl ihrer Wirtstiere keineswegs auf Katzen beschränkt sind. Auch Menschenflöhe oder Fuchsflöhe können bei Hunden vorkommen. Ob Hundefloh oder nicht: Die Bisse der lästigen Blutsauger verursachen unangenehmen Juckreiz, können jedoch auch Krankheiten übertragen. Deswegen sollte, wenn der Verdacht auf Flohbefall besteht, schnell gehandelt werden, bevor der Parasit sich in der Wohnung ausbreitet.

Flöhe beim Hund erkennen

Unruhe sowie verstärktes Kratzen und Lecken im eigenen Fell sind erste Warnsignale, die Hundehalter zu einer näheren Untersuchung ihres Tieres veranlassen sollten. Flöhe bei Hunden sind zwar insbesondere in langem und dichtem Fell kaum mit bloßem Auge erkennbar, wohl aber die durch Flohbisse verursachten, in Gruppen angeordneten Quaddeln. Besonders häufig finden sie sich im Bereich von Hals und Nacken sowie am Rücken um den Schwanz herum.

Insbesondere an diesen Stellen sollte das Fell mit einem feinzinkigen Kamm durchgekämmt werden. Kommen dabei kleine dunkle Krümel zum Vorschein, werden diese auf ein angefeuchtetes Küchenpapier ausgeklopft. Zeigt sich nun eine Verfärbung ins Rötliche, handelt es sich um Flohkot, wobei die rote Farbe auf nicht verdaute Blutreste zurückzuführen ist.

Allergische Reaktionen und Krankheiten

Der Speichel von Flöhen kann zu allergischen Reaktionen führen, die sich durch folgende Symptome bemerkbar machen:
  • verstärkter Juckreiz
  • Hautrötungen
  • Entzündungen
  • Haarausfall
  • Apathie und Schwäche
Flöhe bei Hunden können außerdem zum Überträger von Bandwürmern werden. Nicht sehr häufig, aber durchaus möglich ist weiterhin eine Übertragung von Borreliose, Schweinepest, Kinderlähmung oder Fleckfieber.

Geeignete Maßnahmen gegen Flöhe beim Hund

Flöhe beim Hund bekämpfen: Insbesondere in der Flohsaison von Ende April bis Ende Oktober ist die präventive Anwendung eines Spot-On-Präparats sinnvoll. Ein solches Insektizid wird im Nacken des Hundes aufgetragen und gelangt über die Haut in die Blutbahn. Wenn nun ein Floh zubeißt, wird er durch den Wirkstoff im Blut vergiftet und getötet, bevor er sich vermehren kann. Auch wenn ein Befall schon festgestellt wurde, kann ein solches Präparat noch angewendet werden.

Falls man es mit einem Flohhalsband versuchen möchte, ist allerdings zu beachten, dass Halsbänder gegen Flöhe nur bei kleinen Hunden die gewünschte Wirkung haben. Ihr Wirkbereich ist für größere Hunde einfach zu begrenzt. Wer einen kleinen Hund hat und es versuchen möchte, findet bei einem Preisvergleich, Antiflohhalsbänder, die man bereits ab 15 Euro kaufen kann. Bei großen sorgt es lediglich dafür, dass die Flöhe vom Hals in Richtung Schwanz wandern. Flohshampoo und ein Umgebungsspray für die Schlafplätze komplettieren die Therapie. Es empfiehlt sich die Behandlung aller im Haushalt lebenden Tiere sowie eine anschließende Wurmkur.