Was sind Flöhe?

Flöhe zählen zu den ungeflügelten Insekten. Weltweit gibt es ungefähr 2.400 verschiedene Arten. Davon sind ca. 70 bei uns ins Mitteleuropa zu finden. Sie sind Parasiten, die sich vom Blut ihrer jeweiligen Wirte ernähren. Flöhe sind 1,5 bis 4,5 Millimeter groß. Ihre fehlende Flugfähigkeit machen sie durch eine enorme Sprungkraft wieder wett. Sie besitzen kräftige Hinterbeine, die ihnen schnelle Sprünge, die fast bis zu einem Meter weit sein können, erlauben. Sie haben einen seitlich abgeplatteten Körper, durch den sie sich leichter zwischen den Haaren fortbewegen können. Das Blut saugen sie mit einem kombinierten Stech- und Saugrüssel.

Woher kommen Flöhe?

Flöhe Flöhe gibt es bereits sehr lange Zeit. Der älteste fossile Floh wurde aus der Jura-Zeit nachgewiesen, die vor 200 Millionen Jahren begann. Seit dieser Zeit hat er sich über die ganze Welt verbreitet. Wenn man Flöhe auf seinem Haustier wahrnimmt, kann man davon ausgehen, dass sie auch in der Umgebung von dessen Lager sind. Eine Faustregel besagt, für einen Floh, den man auf dem Hund findet, gibt es hundert in der Umgebung. Flöhe gehen sehr schnell von einem Wirt zum anderen über. Von daher genügt ein flüchtiger Kontakt des Hundes oder der Katze mit einem Artgenossen, der Flöhe hat, um selbst einen Floh mit nach Hause zu bringen. Auch eine von der Katze gefangene Maus oder ein vom Hund beschnüffelter Igel kann schon zu einem solchen Kontakt mit Folgen führen.

Wie vermehren sich Flöhe?

Zur Vermehrung benötigen die Flöhe eine bestimmte Mindesttemperatur. Ab 5°C findet keine Fortpflanzung mehr statt, schon ab 10°C wird sie deutlich weniger. Da sich die Flöhe aber in Wohnungen und Ställen aufhalten, ist die benötigte Temperatur meistens gegeben.Nach der Paarung legt das Weibchen Eier in Eipaketen von etwa 10 Stück ab. Sie benötigt dafür im Vorfeld eine Blutmahlzeit. Die Larven schlüpfen aus den Eiern. Sie sind mit Borsten bedeckt und beinlos. Ihre Entwicklung verläuft nicht auf dem Wirt, sondern in der Umgebung, auf dem Lager oder im Nest des Wirtes oder in einer Wohnung in dunklen Ecken von Betten, in Teppichen und Polstermöbeln. Die Larven ernähren sich von den Ausscheidungen der erwachsenen Tiere.

Wirtsspezialisierung bei Flöhen

Flöhe tragen ihren Lieblingswirt bereits im Namen. So gibt es unter vielen anderen Arten Hunde-, Katzen- oder Menschenflöhe. Es ist aber keine absolute Spezialisierung, die Flöhe können problemlos auf einen anderen Wirt wechseln, so ist der Mensch auch nicht gefeit, von einem Hundefloh gebissen zu werden, wenn sein Hund Flöhe hat.Flöhe werden nach ihrem Verhalten in Pelz- oder Nestflöhe unterteilt. Der bekannteste Vertreter der Nestflöhe ist der Menschenfloh. Er lebt versteckt in der Umgebung und kommt nur nachts hervor, um Blut zu saugen. Die Pelzflöhe dagegen halten sich die meiste Zeit im Fell ihrer Wirtstiere auf und werden von diesen weitergetragen und auf diese Weise leicht verbreitet.

Flohstiche erkennen

Die Flohstiche sind wahllos über den ganzen Körper verteilt. Es sind kleine Wunden, die aber oft stark jucken. Charakteristisch für Flohstiche ist, dass meistens einige davon in einer Reihe liegen.Bei Hunden und Katzen sind die Flohstiche selbst wegen des Fells schlechter zu sehen. Erkennbar ist hier auch der starke Juckreiz. Ein sicherer Nachweis wird über den Flohkot geführt. Der wird mit einem engzinkigen Kamm aus dem Fell auf ein weißes Papier gebürstet. Er hat ein schwarzkrümeliges Aussehen. Wenn man das Papier dann befeuchtet, verfärbt sich die Feuchtigkeit rund um den Kot rötlich. Damit kann man den Beweis erbringen, dass das entsprechende Tier von Flöhen befallen ist, auch wenn man keinen einzigen Floh entdeckt hat.